Wer oder was ist eigentlich „Mercy Ships“?

Das wollten 28 Wohldenberger Landfrauen genauer wissen und luden deshalb am 29.04.26 zwei Frauen aus Bückeburg ein, die sich damit sehr gut auskennen!

Die Frauen trafen sich in Grasdorf in den Kutscherstuben, haben zunächst einen kleinen Imbiss eingenommen, das klappte reibungslos und zügig.

Anschließend wurde das Thema Mercy-Ship berichtet.

Christine Heckler und Christa Mertens arbeiten zeitweise ehrenamtlich auf einem dieser HOSPITALSCHIFFE.

Diese Schiffe sind ausgestattet wie ein großes Krankenhaus, sie fahren nach Südafrika und bringen dort Hoffnung und Heilung für die Ärmsten der Armen…. und das alles ohne dafür bezahlt zu werden, im Gegenteil, sie opfern ihren Urlaub und bezahlen sogar ihre Fahrtkosten selbst. Mit ihnen sind viele weitere Ehrenamtliche an Bord, aus 30 verschiedenen Nationen. Christine arbeitet als OP-Schwester, Christa hilft wo immer Hilfe gebraucht wird, z.B. in der Küche.

Zum besseren Verständnis wurden Bilder auf der Leinwand gezeigt, die den Tagesablauf noch verständlicher machten.

Das waren nicht nur schlimme Fotos von Verletzten, sondern auch die schönen Fotos von den Menschen, die nach der OP wieder glücklich in die Kamera strahlten. Die Frauen haben mit solcher Leidenschaft von ihrem Engagement erzählt, mit so viel Herzblut und Euphorie. Alle Damen waren sehr ergriffen und beeindruckt. Ihr Schiff fuhr z.B. nach Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt, wo es durch den Bürgerkrieg auch noch viele Verwundete gab. Es wurde gefragt, wie diese armen Menschen überhaupt von der Ankunft des Schiffes erfahren. Tatsächlich spricht es sich wie ein Lauffeuer rum, dass das „Weiße Schiff“ kommt. Und dann stehen dort die kranken Menschen in Scharen im Hafen und hoffen, dass sie behandelt werden.

Tief bewegt bedankten sich die Landfrauen bei den beiden Vortragenden. Dankbar für all das, was ihnen hier zuhause so selbstverständlich erscheint: z.B. sauberes Wasser aus der Leitung!

Im Gegenzug nahmen die beiden Mercy-Ships-Damen dankend eine Spende in Höhe von 536,00 € entgegen.

Übrigens: jeder kann sich um eine Stelle an Bord bewerben, gebraucht werden ja nicht nur Ärzte und medizinisches Personal, ebenso braucht man viele Handwerker. Man sollte mindestens 3 Wochen Zeit haben, nur dann kann man auch etwas bewirken. Die Gesellschaft lebt nur von Spenden. Neben Geld- werden auch Sachspenden gern genommen, alles was ein Krankenhaus so brauchen kann, Verbände oder medizinische Geräte, etc.