Landfrauenverein Wohldenberg auf Reisen – Musicalgenuss und unvergessliche Tage an der Mecklenburgischen Seenplatte

Die vergangenen Wochen standen beim Landfrauenverein ganz im Zeichen gemeinsamer Erlebnisse und schöner Reisen. Sowohl der Besuch des Musicals „Abenteuerland“ in Hannover als auch eine fünftägige Reise an die Mecklenburgische Seenplatte boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele interessante Eindrücke, gesellige Stunden und unvergessliche Erinnerungen.

Den Auftakt machte am 14. Mai 2026 eine Fahrt nach Hannover zum Musical „Abenteuerland“ im Theater am Aegi. Mit nahezu 40 Besuchern ging es bequem mit dem Bus in die Landeshauptstadt. Die Vorfreude war groß, denn das Musical beruht auf den bekannten Hits der Kultband PUR und erfreut sich großer Beliebtheit.

„Abenteuerland“ erzählt die lebensnahe Geschichte mehrerer Menschen, die sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befinden. Zwischen Alltag, Träumen, Sorgen und neuen Chancen suchen die Figuren nach ihrem persönlichen Glück. Die Handlung greift Themen auf, die viele Menschen aus ihrem eigenen Leben kennen: Familie, Freundschaft, Liebe, Veränderungen und den Mut, neue Wege zu gehen. Begleitet wird die Geschichte von zahlreichen bekannten PUR-Hits, die geschickt in die Handlung eingebunden sind und für viele emotionale Momente sorgen.

Die Aufführung begeisterte die Landfrauen von Beginn an. Eindrucksvolle Bühnenbilder, mitreißende Musik und eine berührende Geschichte machten den Musicalbesuch zu einem besonderen Erlebnis. Viele Teilnehmerinnen fanden sich in den dargestellten Alltagssituationen wieder und waren von der Authentizität der Charaktere beeindruckt. Nach einem gelungenen Abend kehrte die Gruppe voller schöner Eindrücke nach zu Hause zurück.

Ein weiteres Highlight folgte zwei Wochen später mit der fünftägigen Reise an die Mecklenburgische Seenplatte. Hieran nahmen neben den Landfrauen auch einige Männer teil. Ausgangspunkt für die täglichen Ausflüge war das Hotel am Schlosspark in Güstrow, das den Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmern einen angenehmen Aufenthalt bot.

Auf dem abwechslungsreichen Programm standen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und landschaftliche Höhepunkte der Region. Besonders beeindruckend war die Schifffahrt auf der Müritz von Kloster Malchow nach Waren. Während der Fahrt konnten Alle die reizvolle Seenlandschaft genießen. In Waren schloss sich eine interessante Stadtbesichtigung an, bei der die historische Altstadt und die besondere Atmosphäre des beliebten Urlaubsortes erkundet wurden.

Am dritten Reisetag standen die zahlreichen Herrenhäuser und Landgüter Mecklenburgs im Mittelpunkt. Bei der Besichtigung erhielten die Reisenden spannende Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region. Die Fahrten führten über die für Mecklenburg typischen, von alten Bäumen gesäumten Alleen, die das Landschaftsbild prägen und bei bestem Wetter besonders eindrucksvoll zur Geltung kamen.

Ein weiterer Höhepunkt war am vierten Tag die Schifffahrt von Rostock nach Warnemünde. Von dort führte die Reise mit dem Bus entlang der Ostseeküste über Heiligendamm nach Kühlungsborn. Nach einem Aufenthalt im beliebten Seebad mit Gelegenheit zu einem individuellen Rundgang wartete ein besonderes Erlebnis: die Fahrt mit der historischen Dampfeisenbahn „Molli“. Gemächlich ging es durch die reizvolle Küstenlandschaft bis nach Bad Doberan.

Auch die Heimreise hielt noch einen besonderen Programmpunkt bereit. In Schwerin legten die Reisenden einen Stopp am beeindruckenden Schweriner Schloß ein. Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Zeit für eine individuelle Besichtigung des prachtvollen Bauwerks sowie einen Bummel durch die historische Altstadt der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Am Ende waren sich alle einig: Die Reise an die Mecklenburgische Seenplatte war bestens organisiert und bot eine gelungene Mischung aus Kultur, Natur und Geselligkeit. Alle Teilnehmer konnten viele neue Eindrücke gewinnen und gemeinsam schöne Stunden verbringen.

Nach diesen gelungenen Unternehmungen richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr. Dann planen die Landfrauen Wohldenberg eine Reise nach Dresden und Prag. Schon jetzt dürfen sich die Mitglieder auf weitere interessante Ziele und erlebnisreiche gemeinsame Tage freuen.

Eröffnung der Radler-Saison – immer freitags vor Pfingsten!

In diesem Jahr machten sich 19 Wohldenberger Landfrauen per Rad auf den Weg zum Kloster Marienrode in Hildesheim-Neuhof. Bei strahlendem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen waren die 30 km Hinweg spielend bewältigt.

Empfangen wurden die Frauen von der Nonne Schwester Maria Elisabeth. Einen Rundgang und viele Informationen hatte die Schwester für die interessierten Landfrauen vorbereitet.
Das Kloster Marienrode wurde bereits 1125 gegründet. Die Klosterkirche St. Michael ist das älteste bestehende Gebäude auf dem Klostergelände und eine der letzten Zisterzienserkirchen des 15. Jahrhunderts. Ein echtes Kleinod vor den Türen Hildesheims.
Nach dem Krieg, nach 1945, lebten viele Vertriebene aus Schlesien und Ostpreußen in den Gebäuden des Klostergeländes. Seit 1985 ist das ehemalige Kloster im Besitz des Bistums Hildesheim.  Das ehemalige Kloster wurde aufwändig umgebaut und 1988 von Benediktinerinnen aus der Abtei St.Hildegard in Eibingen wiederbesiedelt.
Sehr außergewöhnlich auf dem Klostergelände ist auch der Standort einer evangelischen Kirche, St. Cosmas und Damian. Auf dem Gelände wird eine gute Ökumene gelebt.

Als Gemeinschaft leben und arbeiten 11 Schwestern nach den Regeln des hl. Benedikt von Nursia, dem Gründer des Benedektiner Ordens. Angeschlossen ist auch ein großes Gästehaus zur Einkehr und Besinnung.

Nach der gemeinsamen Mittags-Andacht traten die Landfrauen den Rückweg an mit kurzem Halt auf der Domäne Marienburg.

Wer oder was ist eigentlich „Mercy Ships“?

Das wollten 28 Wohldenberger Landfrauen genauer wissen und luden deshalb am 29.04.26 zwei Frauen aus Bückeburg ein, die sich damit sehr gut auskennen!

Die Frauen trafen sich in Grasdorf in den Kutscherstuben, haben zunächst einen kleinen Imbiss eingenommen, das klappte reibungslos und zügig.

Anschließend wurde das Thema Mercy-Ship berichtet.

Christine Heckler und Christa Mertens arbeiten zeitweise ehrenamtlich auf einem dieser HOSPITALSCHIFFE.

Diese Schiffe sind ausgestattet wie ein großes Krankenhaus, sie fahren nach Südafrika und bringen dort Hoffnung und Heilung für die Ärmsten der Armen…. und das alles ohne dafür bezahlt zu werden, im Gegenteil, sie opfern ihren Urlaub und bezahlen sogar ihre Fahrtkosten selbst. Mit ihnen sind viele weitere Ehrenamtliche an Bord, aus 30 verschiedenen Nationen. Christine arbeitet als OP-Schwester, Christa hilft wo immer Hilfe gebraucht wird, z.B. in der Küche.

Zum besseren Verständnis wurden Bilder auf der Leinwand gezeigt, die den Tagesablauf noch verständlicher machten.

Das waren nicht nur schlimme Fotos von Verletzten, sondern auch die schönen Fotos von den Menschen, die nach der OP wieder glücklich in die Kamera strahlten. Die Frauen haben mit solcher Leidenschaft von ihrem Engagement erzählt, mit so viel Herzblut und Euphorie. Alle Damen waren sehr ergriffen und beeindruckt. Ihr Schiff fuhr z.B. nach Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt, wo es durch den Bürgerkrieg auch noch viele Verwundete gab. Es wurde gefragt, wie diese armen Menschen überhaupt von der Ankunft des Schiffes erfahren. Tatsächlich spricht es sich wie ein Lauffeuer rum, dass das „Weiße Schiff“ kommt. Und dann stehen dort die kranken Menschen in Scharen im Hafen und hoffen, dass sie behandelt werden.

Tief bewegt bedankten sich die Landfrauen bei den beiden Vortragenden. Dankbar für all das, was ihnen hier zuhause so selbstverständlich erscheint: z.B. sauberes Wasser aus der Leitung!

Im Gegenzug nahmen die beiden Mercy-Ships-Damen dankend eine Spende in Höhe von 536,00 € entgegen.

Übrigens: jeder kann sich um eine Stelle an Bord bewerben, gebraucht werden ja nicht nur Ärzte und medizinisches Personal, ebenso braucht man viele Handwerker. Man sollte mindestens 3 Wochen Zeit haben, nur dann kann man auch etwas bewirken. Die Gesellschaft lebt nur von Spenden. Neben Geld- werden auch Sachspenden gern genommen, alles was ein Krankenhaus so brauchen kann, Verbände oder medizinische Geräte, etc.

Tagesfahrt nach Duderstadt zur Firma Otto Bock, Orthopädietechnik

37 Landfrauen starteten am 14.04.2026 gen Duderstadt. Auf dem Programm standen eine Werksbesichtigung mit Führung durch die Firma Otto Bock (Orthopädietechnik) und eine Stadtführung. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es pünktlich um 10;00 Uhr mit der Werksbesichtigung bzw. mit der Stadtführung los. Die Firma Otto Bock besteht seit über 100 Jahren als orthopädisches Unternehmen. Für Menschen mit stark eingeschränkter Mobilität wurden im Laufe der 100 und mehr Jahre Hilfsmittel gebaut und entwickelt, die den Alltag und auch im Bereich Sport eingesetzt werden. Als Nichtbetroffene hat man keine Vorstellung von den Einsatzmöglichkeiten der orthopädischen Hilfsmittel.

Die Mittagspause wurde von allen Teilnehmerinnen selbst gestaltet und alle konnten sich gut versorgen lassen. Möglichkeiten zum Einkehren waren ausreichend und in guter Qualität vorhanden.

Ausgangspunkt für die Stadtführung war das Duderstädter Rathaus. Es gehört mit zu den ältesten Rathäusern und wurde um 1302 erbaut. Im Jahre 1432 bereits erfolgte eine Erweiterung. Insgesamt sind in Duderstadt noch ca. 600 Fachwerkhäuser gut erhalten und auch bewohnbar. Die Stadt mit seinen ca. 9000 Einwohnern wird auch als Perle des Eichsfeldes bezeichnet.

Landfrauen unterwegs

Wohlauf in Gottes schöne Welt….

…hieß es bei den Damen des LFV Steinbrück, als sie ihre alljährliche Wanderfahrt begannen.

Mit einer netten Busfahrerin und ihrer Begleithündin fuhr eine geballte Frauenpower in die Südheide.

Das erste Ziel war das Erdölmuseum in Wietze., deren einstige Erdölfelder zu den ältesten der Welt gehörten. Vor den USA begann 1858 in Wietze die industrielle Erdölförderung.

Ein Rundgang  mit sachkundiger Führung veranschaulichte uns die Geschichte der Erdölgewinnung

und die enormen Veränderungen der bis dahin beschaulichen Region durch die Erdölindustrie.

Die historische Außenanlage mit vielen Relikten wie Bohr- und Fördereinrichtungen, nachgebautem Stollen und einen 44 m hohen Förderturm ließen die schwierigen Arbeitsbedingungen früherer Zeiten erahnen. Auch wenn 1963 die Erdölförderung eingestellt wurde, so haben sich bis heute deutliche Spuren von diesem Ölboom erhalten.

Nach einer kulinarischen Mittagspause erreichten wir das wunderschöne Naturschutzgebiet der Meißendorfer Teiche umgeben vom Bannetzer Moor. Die Deiche um den Hüttensee wurden 1967 erhöht und schufen damit einen wunderschönen Wanderweg in einer faszinierenden Seenplatte mit kleinen grünen Inseln, einem weiten Lebensraum für Flora und Fauna.

Eine Gruppe umrundete den  imposanten Hüttensee, mit seinen Schilfbändern an den Ufern, unzähligen Brutplätzen für die reiche Vogelwelt,  majestätisch schwimmenden Schwänen und vielen Graugänsen mit ihren Küken, ebenso ein idealer Lebensraum für eine Insektenvielfalt, besonders viele Schmetterlings- und Libellenarten. Immer wieder luden Bänke zum Verweilen ein, um aus verschiedenen Blickwinkeln diese wilde weite Wasserwelt zu beobachten.

Idyllische Waldwege führten uns direkt zum Herrenhaus von Gut Sunder, auch umgeben von kleinen Teichen und zur Zeit noch von blühenden Rhododendren und Maiglöckchen.

Dieses Gut entstand durch Baltasar Klammer im 16. Jhdt. durch Verlegung seiner Hofstelle in die Nähe seiner Ländereien. Durch dieses Absondern vom Dorf entstand der Name Sunder (sonder – sunder).

Im 18. Jhdt. erwarb Familie von Schrader das Gut und gründete Ende des 19. Jhdt. eine ausgedehnte Teichwirtschaft. Durch Kanalisierung der Meiße wurden 51 Teiche angelegt. Mit 10 000 Karpfeneiern begann die größte Fischzucht Norddeutschlands bis in die 1960/70er Jahre. Ein Jahrzehnt später erwarb die NABU diese Wasserwirtschaft, renaturierte die Meiße und sicherte somit die Feuchtgebiete für eine sich entwickelnde Artenvielfalt.

Eine gemütliche Kaffeerunde im Herrenhaus, dem schönsten Profanhaus der Heide, war ein harmonischer Ausklang im Einklang mit Gottes schöner Natur.

Neu aufgelegt — die Mehrtages-Radtour der Wohldenberger Landfrauen!

Nach der Corona-Zeit fand in diesem Jahr wieder eine Radtour statt, bei der die Frauen 5 Tage lang mit dem Fahrrad unterwegs waren. In diesem Jahr ging es entlang des Werratal-Radweges von Bad Salzungen bis nach Han.-Münden. Die Werra entspringt am Kamm des Thüringer Waldes und durchfließt in ihrem weiteren Verlauf Thüringen, Hessen und Niedersachsen. Im Tal berührt sie mit ihrem windungsreichen Verlauf etliche Fachwerkjuwelen und Burgen in historischen Städten und Dörfern. Hervorragende Radwege, weitestgehend an der Werra verlaufend, wunderbare Landschaften, nette Begegnungen mit Bewohnern der dortigen Dörfer und Städte. Das macht eine Landfrauen-Radtour zu einem besonderen Erlebnis. Ein lohnenswertes Ziel, wie sich herausstellte.

16 Landfrauen erreichten ihren Startpunkt Bad Salzungen per Bahn. Der überaus freundliche Herr der Thüringischen Radtouren-Organisation brachte die Frauen auf den richtigen Weg– auf neuen, stabilen Rädern – wunderbar.

Bad Salzungen liegt zwischen den Südwesthängen des Thüringer Waldes und der kuppenreichen Rhön. Das Gradierwerk, als Herzstück des Kurzentrums verbindet auf stilvolle Art und Weise traditionelle Heilmethoden mit modernster Medizintechnik. Mit seinem Mittelbau im hennebergisch-fränkischen Fachwerkstil ist es ein architektonisches Kleinod.

Eisenach, die nächste Station, mit der reichen kulturellen Tradition mit Martin Luther, und Johann Sebastian Bach war das nächste Ziel. Wie kaum eine andere Burg in Deutschland ist die Wartburg oberhalb der Stadt Eisenach mit deutscher Geschichte verbunden. Die Wartburg gehört zu dem UNESCO-Weltkulturerbe. 10 Damen aus der Gruppe ließen es sich nicht nehmen, per E-Bike den steilen Anstieg zu dieser gewaltigen Burganlage zu bewältigen. Es hatte sich gelohnt!


Eschwege eine weitere schöne Fachwerkstadt folgte. Danach führte der Weg durch Bad Sooden-Allendorf — Fachwerkbauten vom Feinsten — über Witzenhausen nach Hannoversch Münden.
Am Weserstein, dort wo Werra und Fulda sich zur Weser vereinigen, endete diese besonders beeindruckende Radtour 2024.