Das Wendland ruft….
Unter diesem Motto starteten 18 radelfreudige Wohldenberger Landfrauen in das Hannoversche Wendland – gelegen bei Lüchow-Dannenberg – mit PKW und aufgesattelten Fahrrädern. Das Wendland ist ein äußerst dünn besiedelter Landstrich, seinerzeit direkt an der innerdeutschen Grenze zur Elbe gelegen.
Heute auch sehr bekannt durch die jährlich stattfindende „Kulturelle Landpartie“.
Eine Tagestour führte nach Salzwedel zu einer sehr ausführlichen und informativen Stadtführung. Der Besuch der ersten Baumkuchenbäckerei in diesem Ort war ein weiteres Ziel. Im Anschluss an die Besichtigung und Vorführung der Herstellung eines Baumkuchens ließen sich die Frauen das herrlich lockere Gebäck gut schmecken.
Die LF hatten das große Glück, dass sie zwei Landfrauen vor Ort gewinnen konnten, die an zwei weiteren Tagen mit den Damen auf Tour gingen.
Aufmerksamkeit erhielt das Wendland in den Jahren 1977- 1979 durch die Proteste und Besetzungen von Atomkraftgegnern.
Etwa zwei Kilometer südlich der Gemeinde Gorleben befindet sich das von der BGZ betriebene Zwischenlager Gorleben. Auf dem Werksgelände befinden sich das Brennelemente-Zwischenlager (BZG) und das Abfall-Zwischenlager (AZG)
Der dortige Geschäftsführer führte die LF sehr intensiv in diese besondere Thematik, der Lagerung von nuklearen Stoffen, ein, informierte über Sicherungsmaßnahmen, Forschungs- und Überwachungsaufgaben. Es war ein hoch interessanter Vortrag, der teilweise auch sehr nachdenklich machte.
Die Genehmigung für die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle am Standort Gorleben ist auf 40 Jahre befristet und läuft 2034 aus. Da bis dahin noch kein Endlager zur Verfügung steht, ist eine verlängerte Zwischenlagerung notwendig, die im nächsten Jahr beantragt wird.
Eine der Besonderheiten des Wendlandes sind die vielen kleinen Orte – die Rundlingsdörfer – deren Fachwerkgiebel der großen Vierständerhäuser alle zum Dorfmittelpunkt ausgerichtet sind. Diese Bauweise wurde damals gewählt, als Schutz gegen Feinde. Die Wenden (auch Slawen genannt) kamen um 800 -1200 aus dem Osten hier an die Elbe. Die Anlage der Rundlinge fällt in das 12. Jhd. unter Heinrich des Löwen.
Wer Landfrauen kennt, weiß auch, dass auf solchen Touren das Pausemachen, die Besichtigung schöner Landfrauen-Gärten und Kaffeetrinken nicht zu kurz kommen.




















