37 Landfrauen starteten am 14.04.2026 gen Duderstadt. Auf dem Programm standen eine Werksbesichtigung mit Führung durch die Firma Otto Bock (Orthopädietechnik) und eine Stadtführung. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es pünktlich um 10;00 Uhr mit der Werksbesichtigung bzw. mit der Stadtführung los. Die Firma Otto Bock besteht seit über 100 Jahren als orthopädisches Unternehmen. Für Menschen mit stark eingeschränkter Mobilität wurden im Laufe der 100 und mehr Jahre Hilfsmittel gebaut und entwickelt, die den Alltag und auch im Bereich Sport eingesetzt werden. Als Nichtbetroffene hat man keine Vorstellung von den Einsatzmöglichkeiten der orthopädischen Hilfsmittel.
Die Mittagspause wurde von allen Teilnehmerinnen selbst gestaltet und alle konnten sich gut versorgen lassen. Möglichkeiten zum Einkehren waren ausreichend und in guter Qualität vorhanden.
Ausgangspunkt für die Stadtführung war das Duderstädter Rathaus. Es gehört mit zu den ältesten Rathäusern und wurde um 1302 erbaut. Im Jahre 1432 bereits erfolgte eine Erweiterung. Insgesamt sind in Duderstadt noch ca. 600 Fachwerkhäuser gut erhalten und auch bewohnbar. Die Stadt mit seinen ca. 9000 Einwohnern wird auch als Perle des Eichsfeldes bezeichnet.
Rathaus DuderstadtRömisch-kath. Basilika St. CyriakusScreenshot
https://kreis-landfrauen-hildesheim.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_7943-scaled.jpg18402560Autor Ortsverein Wohldenberghttps://kreis-landfrauen-hildesheim.de/wp-content/uploads/2025/11/Logo_LF_KV-Hildesheim-300x150.pngAutor Ortsverein Wohldenberg2026-05-17 10:58:302026-05-18 13:05:28Tagesfahrt nach Duderstadt zur Firma Otto Bock, Orthopädietechnik
…hieß es bei den Damen des LFV Steinbrück, als sie ihre alljährliche Wanderfahrt begannen.
Mit einer netten Busfahrerin und ihrer Begleithündin fuhr eine geballte Frauenpower in die Südheide.
Das erste Ziel war das Erdölmuseum in Wietze., deren einstige Erdölfelder zu den ältesten der Welt gehörten. Vor den USA begann 1858 in Wietze die industrielle Erdölförderung.
Ein Rundgang mit sachkundiger Führung veranschaulichte uns die Geschichte der Erdölgewinnung
und die enormen Veränderungen der bis dahin beschaulichen Region durch die Erdölindustrie.
Die historische Außenanlage mit vielen Relikten wie Bohr- und Fördereinrichtungen, nachgebautem Stollen und einen 44 m hohen Förderturm ließen die schwierigen Arbeitsbedingungen früherer Zeiten erahnen. Auch wenn 1963 die Erdölförderung eingestellt wurde, so haben sich bis heute deutliche Spuren von diesem Ölboom erhalten.
Nach einer kulinarischen Mittagspause erreichten wir das wunderschöne Naturschutzgebiet der Meißendorfer Teiche umgeben vom Bannetzer Moor. Die Deiche um den Hüttensee wurden 1967 erhöht und schufen damit einen wunderschönen Wanderweg in einer faszinierenden Seenplatte mit kleinen grünen Inseln, einem weiten Lebensraum für Flora und Fauna.
Eine Gruppe umrundete den imposanten Hüttensee, mit seinen Schilfbändern an den Ufern, unzähligen Brutplätzen für die reiche Vogelwelt, majestätisch schwimmenden Schwänen und vielen Graugänsen mit ihren Küken, ebenso ein idealer Lebensraum für eine Insektenvielfalt, besonders viele Schmetterlings- und Libellenarten. Immer wieder luden Bänke zum Verweilen ein, um aus verschiedenen Blickwinkeln diese wilde weite Wasserwelt zu beobachten.
Idyllische Waldwege führten uns direkt zum Herrenhaus von Gut Sunder, auch umgeben von kleinen Teichen und zur Zeit noch von blühenden Rhododendren und Maiglöckchen.
Dieses Gut entstand durch Baltasar Klammer im 16. Jhdt. durch Verlegung seiner Hofstelle in die Nähe seiner Ländereien. Durch dieses Absondern vom Dorf entstand der Name Sunder (sonder – sunder).
Im 18. Jhdt. erwarb Familie von Schrader das Gut und gründete Ende des 19. Jhdt. eine ausgedehnte Teichwirtschaft. Durch Kanalisierung der Meiße wurden 51 Teiche angelegt. Mit 10 000 Karpfeneiern begann die größte Fischzucht Norddeutschlands bis in die 1960/70er Jahre. Ein Jahrzehnt später erwarb die NABU diese Wasserwirtschaft, renaturierte die Meiße und sicherte somit die Feuchtgebiete für eine sich entwickelnde Artenvielfalt.
Eine gemütliche Kaffeerunde im Herrenhaus, dem schönsten Profanhaus der Heide, war ein harmonischer Ausklang im Einklang mit Gottes schöner Natur.
Am 6. Mai starteten morgens um 7:00 Uhr 48 Landfrauen aus den Gemeinden Holle und Baddeckenstedt in Richtung Bremen, wo sie um 10:00 Uhr von zwei Stadtführerinnen zu einem anderthalbstündigen Rundgang durch das Schnoorviertel erwartet wurden. Die Bremer Innenstadt ließ sich problemlos zu Fuß erkunden. Der große Marktplatz mit seiner berühmten Rolandsstatue bildet den Kern der Innenstadt. Die imposante Kulisse der historischen Gebäude, besonders das Bremer Rathaus hat eine der schönsten Renaissancefassaden Nordeuropas und gehört zum UNESCO Welterbe.
Natürlich wurde auch die bekannte Statue der Bremer Stadtmusikanten besucht, das Berühren bringt Glück. Auch die spontane Einkehr in eine Bonbonmanufaktur begeisterte die Damen.
Nach dem Rundgang und etwas freier Zeit ging es um 13:00 Uhr weiter zum Rhododendronpark mit der Botanika. Die Botanika, ein Arten- und abwechslungsreicher Dschungel in Bremen, zeigt asiatische und tropische Pflanzenwelt. Dort wurde der Reisegruppe von zwei fachkundigen Reiseführerinnen ein japanischer Garten, der Nebelwald Borneos und Bergwelten des Himalaya gezeigt. Nach einer Kaffeepause ging es in den herrlich blühenden Rhododendronpark. Die Blütenpracht und Farbvariationen dieser Pflanzen begeisterten alle Besucherinnen. Ein Tag in Bremen voller Eindrücke und Erlebnisse in der Hansestadt und der Natur endete mit der einhelligen Meinung: „Bremen ist eine Reise wert“.
Die Landfrauen machten einen Tagesausflug in den nahegelegenen Harz. Das erste Ziel war Wendefurth, wo eine anderthalbstündige Floßfahrt die Frauen erwartete. Vom Wasser aus sah man wie einige die Megazipline herunterrutschten. Auch die mit Schmetterlingen versehene Staumauer beeindruckte sehr, ein Geschenk der Firma Kärcher, die beim Reinigen des Staudamms diese Flächen unbehandelt ließ. Dadurch zieren jetzt Schmetterlinge die Mauer.
Im Anschluß ging es zum beliebten Ausflugsziel „Harzdrenalin“ an der Rappbode-Talsperre. Highlights sind die Seilhängebrücke, der Aussichtsturm und natürlich der Startplatz der Megazipline. Bei bester Laune und Sonnenschein wurden diese Attraktionen, gleichzeitig der herrliche Panoramablick auf eine wunderschöne Seen- und Waldlandschaft genossen. Einige Landfrauen nutzten die Gelegenheit, bestiegen den Aussichtsturm oder wagten sich auf die Hängebrücke. Nervenkitzel pur in der schönen Natur.
Zum Abschluss brachte der Bus die Reisegesellschaft zur Glasmanufaktur nach Derenburg. Dort gab es nach Kaffee und Kuchen eine einstündige Führung. Die Landfrauen erfuhren viel Interessantes über die Geschichte der Glasherstellung bis zur heutigen Fertigung. Der größte gläserne Globus der Welt von Manfred Küttner, weitgereist in Europa und Deutschland fand sein letztes Domizil im Jahr 2019 hier.
Und so manches Mitbringsel wird an diesen Ausflug erinnern. Ein abwechslungsreicher und schöner Tag im Harz war die einhellige Meinung.
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