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Gemeinsames Binden der Erntekrone

Viele Menschen auf dem Land haben in ihrem Leben bereits eine Erntekrone gesehen, aber nur noch wenige wissen, wie es geht: Früher wurde sie auf jedem Bauernhof mit dem letzten Kornwagen auf den Hof gefahren. Die Vielzahl der gebundenen Ähren, die die Erntekrone bilden, sollte die Menschen an ihre Abhängigkeit von der Natur aber auch ihre Verbundenheit mit der Natur erinnern. Ohne eine gute Ernte, eingefahren unter harter Arbeit, war kein Überleben im Winter möglich. Vielerorts hing die Erntekrone zum chtistlichen Erntedankfest in vielen Kirchen und Gemeindehäusern. Damals wurde sie von den Mägden und Knechten des Hofes gebunden, und läutete das Erntefest ein.

Um diesen Bestandteil des ländlichen Brauchtums weiterzuführen und auch auf die nächste Generation übertragen zu können, hat sich in diesem Jahr der stark wachsende Landfrauenverein Vogtei-Ruthe e.V. dazu entschlossen, für das Lehr- und Forschungsgut der Tierärztlichen Hochschule Hannover die in die Jahre gekommene Erntekrone zu ersetzten. Die Aktion erbrachte viele wunderbare Erfolge:

Die erfahrenen Landfrauen konnten den neu beigetretenen Mitgliedern anschaulich vermitteln, welche Vorarbeiten für das Binden einer Erntekrone notwendig sind – gilt es doch, die sortenunterschiedlichen Getreideähren vorausschauend im jeweiligen Erntezeitraum beiseite zu legen. Auch das eigentliche Binden der Krone erfolgte gemeinsam Hand in Hand, so das sowohl beim Arbeiten als auch beim natürlich ebenfalls stattfindenden Kaffee trinken viele Tipps und Tricks weitergegeben werden konnten.

Nicht zuletzt konnte sich der Landfrauenverein mit der Übergabe der Erntekrone an den Leiter des Lehr- und Forschungsguts, Dr. Sürie, auch direkt für die Ausrichtung des „Tag des Offenen Hofes“ bedanken. Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Fest der Landwirtschaft sind die kulinarischen Genüsse des Landfrauenvereins Vogtei-Ruthe mittlerweile fester Bestandteil auf dem Gut, so das eine gute Öffentlichkeitsarbeit für den Verein möglich ist.

Christa Lehrke

Aktuelles von den Patchworkerinnen unter unseren Landfrauen

Seit ein paar Jahren trifft sich zweimal im Jahr eine Gruppe interessierter Landfrauen zu einem Patchworkseminar, um eine der vielen Techniken des Patchworkens an einem Seminartag zu erproben bzw. zu erlernen.

Am Samstag, den 02.11.19 war es nun wieder so weit. Die Patchworkerinnen trafen sich mit Ihren Nähmaschinen, Schneidmatten, Rollenschneidern, Stoffen usw. im Klugschen Saal. Wie bereits beim letzten Treffen stand der Tag noch einmal unter dem Motto:

‚Paper Piecing‘

auf Deutsch ‚Nähen auf Papier‘

An dieser Stelle sei mir eine kurze Erläuterung zu dieser Technik gestattet: Hier näht man nicht die genau zugeschnittenen Stoffstücke klassisch Kante an Kante einander, sondern man schneidet die Stoffstücke grob und großzügig zu und näht entlang einer auf Papier gedruckten Linie und zwar in der Reihenfolge der vorgegebenen Zahlen auf der Motivvorlage. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sehr exakt genäht werden kann. So sind alle Patchworkarbeiten mit langen, schlanken Spitzen, sehr kleinen Teilen, zusammengesetzten Kurven u.s.w. oft leichter und besser auf Papier zu nähen als die Stoffstücken „klassisch“ Kante an Kante zu nähen.

An diesem Samstag galt es nun für einige Damen ihr bereits beim letzten Treffen erworbenes Wissen/Können zu Paper Piecing in einem neuen Projekt zu testen bzw. umzusetzen. Die Kursleitung lag wieder in den bewährten Händen von Angela Willms aus Oesselse. Jede Teilnehmerin hatte im vorherein die Aufgabe sich Gedanken zu einem gewünschten Motiv zu machen, welches sie dieses Mal auf Papier nähen wollte. Damit verbunden waren natürlich auch Überlegungen, welches Projekt mit dem jeweiligen Motiv daraus entstehen soll. Dies war nämlich für die Kursvorbereitungen durch Angela notwendig. Angela erstellte für jede Näherin die benötigte Papiervorlage ihres Wunschmotives und brachte sie um Seminar mit. Darauf galt es nun zu nähen. Als Wunschmotive lagen dieses Mal Rosen, Sonnenblumen, Sterne, ein adventlicher Kranz und Kaffeetasse/-kanne vor. Auch dieses Mal lag wieder ein bunter Reigen an schönen Stoffen auf den Nähtischen, im Vorfeld von den Patchworkerinnen gekauft und idealerweise vorbereitet – gewaschen und gebügelt. Das verhindert Überraschungen nach einer etwaigen Wäsche des fertigen Projektes.

Die Zeit verging wieder wie im Flug und natürlich durfte eine gemeinsame Mittagspause in Form eines Frühstücks und eine kleine Kaffeepause mit Nussecken nicht fehlen. Das Organisatorische übernahm wieder Jutta Warnecke. Bevor dieser Nähtag zu Ende ging, wurde schon einmal über das nächste Projekt im Februar gesprochen. Interessierte können sich dazu schon einmal den Termin vormerken: Samstag, der 29.02.2020 um 10 Uhr in Bledeln. (MF)

Ferienpassaktion 2019

Am 09.07.2019 trafen sich auf dem Hof Grefe, in Lühnde 12 Schulkinder und 4 Landfrauen. Mit Unterstützung der Landfrauen bereiteten die Kinder Erdbeermilch,  Erdbeermarmelade und einen Erdbeerquark zu. Dies bereitete allen viel Freude.

Das Highlight des Vormittages war die Herstellung von selbstgeschüttelter Butter.
Dazu benötigt man 45ml gekühlte Sahne und ein Glas mit einem Schraubdeckel. Nun die Sahne in das Glas geben, dass Glas gut verschließen und kräftig schütteln bis die Butter entsteht. Anschließend wurden alle zubereitenen Speisen verkostet. Die Erdbeermarmelade schmeckte mit der selbstgeschüttelten Butter auf den frischen Brötchen, die Frau Warneke extra gebacken hatte, sehr lecker.

Tagesausflug in das Europa-Rosarium nach Sangerhausen

Im Europa-Rosarium blüht im Juni die größte Rosensammlung der Welt. Dorthin führte uns unser Tagesausflug. Bei einem zweistündigen Spaziergang erzählte ein Gästeführer viel Wissenswertes und Interessantes über die Züchtung, die unterschiedlichen Rosenarten und die Pflege der Rosen. Dabei sahen wir auch besondere Rosen, wie zum Beispiel die Viridiflora, eine grüne Rose. Wir Landfrauen schnupperten an den unterschiedlichsten Rosenblüten und erfreuten uns an deren prächtiger Farbenvielfalt. An diesem sonnigen Vormittag spazierte sogar die amtierende Rosenkönigin durch den Park.

Nach einer Mittagspause fuhr uns der Reisebus in das Zentrum von Sangerhausen. Dort wurden wir von zwei Stadtführern begrüßt. Es folgte ein kurzer Stadtrundgang, der mit einem klangvollem Orgelkonzert in der St. Jacobi Kirche endete. Nach einem Café Besuch ging ein abwechslungsreicher Tag in der Berg und Rosenstadt Sangerhausen zu Ende.

Fahradtour zur Schleuse nach Anderten

Fast 40 Landfrauen trafen sich am 04. Juni zur gemeinsamen Radtour.


Los ging es an der Bolzumer Schleuse. Bei herlichem Sonnenschein fuhren wir den Mittellandkanal entlang. Unterwegs begeneten wir einigen kleinen und großen Schiffen. An der Schleuse erzählte uns Marina historisches und wissenswertes über dieses Baudenkmal. Nun war es nicht mehr weit zum Alten Bahnhof, wo der Wirt schon mit Kaffee und Kuchen in seinem schönen Biergarten auf uns wartete. Nach ausgiebiger Pause fuhren wir wieder am Kanal zurück. Es war ein sportlich schöner Nachmittag.
Recht vielen Dank an die Initiatoren!