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Wanderung zu den Bodensteiner Klippen am 30.07.2021

Wanderungen an frischer Luft sind erlaubt. LandFrauen-Wetter war bestellt und auch eingetroffen.
19 wanderfreudige Damen trafen sich mit Peter Schaab auf dem Potsdamer Platz oberhalb des Jägerhauses zu der angekündigten Wanderung zu den Bodensteiner Klippen.
Der Potsdamer Platz auf der Passhöhe an der Straße von Sehlde nach Volkersheim entstand bei der Straßenrenovierung in den 60er Jahren. Die Straße von Sehlde wurde erst 1936 durch den Reichsarbeitsdienst erbaut. Vornehmlich durch Hamburger Männer, deren Unterkunft die damalige Gaststätte gegenüber dem Sehlder Friedhof war.
Zu Beginn erklärte Herr Schaab die geografische Lage des Hainbergs, dessen Verlauf und nannte die dazugehörigen Gemeinden an Hand eines großen Übersichtsplanes. Geologisch gesehen, gehört das Gebiet zur Formation der Kreide- und Silikatgesteine, Lößlehmüberlagerungen, sowie Kalke und Mergel – eine geringe Wasserspeicher-Fähigkeit ist gegeben.

Die Generalteilung des Hainbergs an die Ortschaften geschah 1829. Vorher verwaltete der Drost zu Wohldenberg das Waldgebiet.
Verwaltet und betreut wird das Gebiet heute durch die Landesforst. Häufig vorkommende Baumarten sind zu 70% Buche, 20% Fichte und 10% Edelhölzer.
Unterwegs wurde über die Vielfalt der Flora und Fauna berichtet. EU-rechtliche Vorgaben „Natura 2000“: das Gebiet wurde zum FFH-Gebiet erklärt – Flora-Fauna-Habitat.
Klimapolitische Ziele: Wiederbewaldung, Wald retten, Ökosystemleistungen honorieren, Erstaufforstungen fördern.
An der Gerolsklippe  – ein Felsenturm – vorbei führte der Weg weiter zu dem Grundstück von Günter Hamker – Waldbewohner, Waldbauer, Einsiedler – der häufig in Zeitungsberichten, Online-Portalen und Fernsehsendungen zu finden war. Vor ca. 10 Jahren hat er einen Nachbarn bekommen, an den er einen Großteil seiner 80 ha Wald verkauft hat – auch ein Waldbauer.
Die Bodensteiner Klippen sind ein Naturdenkmal aus Hils-Sandstein der Unterkreide, vor 135 Mio. Jahren durch die Harzflüsse geformt, Zentrum des Innerste-Berglandes (Hainberg), praktisch eine „Verlängerung“ der Harznordrandverwerfung. Die Sofa-Klippe – ein beliebtes Fotomotiv für kleinere Gruppen – auch für Landfrauen!
Zurück am Jägerhaus angekommen, erwartete die Damen bereits eine Kaffeetafel mit frischem Blechkuchen. Aufgebaut hatten zwischenzeitlich zwei Damen des Vorstandes dieses Buffet.
Zum Abschluss berichtete Peter Schaab über den Bau und die Geschichte des Jägerhauses, das sich momentan in einer Umbau- und Sanierungs-Phase befindet. Wiedereröffnung ist für 2022 geplant.
Ein gelungener Nachmittag!!!